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Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26. September 2009
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- Rund um die Leonbergerzucht



 
Name Nachricht
-Leobaer-



Moderator
1133 Beiträge

Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26. September 2009, 12 Nov. 2009 15:24


Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26.September 2009 und der Bericht das Präsidenten

Unter den nachfolgenden Link findet Ihr das Protokoll der I.L.U.

Einige Mitgliedsländer haben verschiedene Programme zur Analyse bzw. Bekämpfung einige schwerer Krankheiten laufen.
Was Deutschland, als Ursprungsland des Leonberger Hundes, da zu laufen und zu sagen hat:

Zitat:
Der deutsche Club meldet, dassfür die Club-Schau am 27.September 338 Hunde gemeldet sind.

Ist schon wichtig


Der Präsident meint:

Wir alle sprechen von der Verantwortung gegenüber unserer Rasse, von gemeinsamen wichtigen Zielen in Zucht, Gesundheit und Vitalität unserer Leonberger. Das sind Themen die uns alle beschäftigen. Gemeinsam das Erreichte sichern reicht  nicht aus. Verbessern und in die Zukunft gerichtete Impulse zur qualitativen Weiterentwicklung und Gesunderhaltung unserer Leonberger zu setzen, müssen im Vordergrund stehen.

Mit besonderem Nachdruck ist die Umsetzung der Vorgabe von Empfehlungen einheitlicher Zuchtrichtlinien, die Verbesserung und Angleichung des Rassetypsund die Erkennung und Verfolgung zur Bekämpfung von Erbfehlern und Krankheitenin den Vordergrund zu stellen.
Hierbeisind wir alle gefordert.
Wir schöpfen unsere Kraft nicht aus Quantität, vielmehr aus der Intensität unseres Engagements für unsere Rasse, für unsere Clubs und damit für die Weiterentwicklung der Leonberger Union.
Die Internationale Union ist eben nicht irgendein Zusammenschluss, sondern eine Institution, die eine nun schon 163 Jahre währende Rasse- und  Erfolgsgeschichte mittlerweile weltweit vertritt, darauf können wir Stolz sein.
...
Die Bilanzstimmt und zeigt darüber hinaus in die richtige Richtung. (Näheres hierzu im Bericht des Schatzmeisters).

hmmm

Lest das gesamte Protokoll einfach selbst mal nach:

Protokoll der I.L.U.

Bericht des Präsidenten

Nachdenkliche Grüße
Hans und Hundebande
 






"Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich."

(Fürst Bismarck)



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Balou2008



Adeliger
416 Beiträge

RE: Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26. September 2009, 13 Nov. 2009 10:31


Mit Verlaub. Waren Präsidente zu dem Zeitpunkt des Verlesens noch frei von "hochgeistigen" Getränken??

Und lief die Sitzung am 12.11. oder wohl doch eher am 11.11.um 11Uhr11?

Jeder,aber auch jeder der sich ein bisserl länger mit dem Leonbergergeschehen befasst muß sich peinlich berührt fühlen. Wie kann man den armen Mann so in ein "offenes Messer" rennen lassen?

Ich würd ihn, wenn er selbst nicht weiß was er mit seinen Zeilen verzapft hat,unter Naturschutz stellen.

Das ist keine Satire,das ist mein ernst!

VG

Uwe

 


 
     
*Wildgans*


Moderator

RE: Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26. September 2009, 14 Nov. 2009 17:14




Hallo,

wenn ich das lese, was der Präsident von sich gegeben hat, frage ich mich,
von was für einem Verein die Rede ist - vom deutschen jedenfalls nicht.
Wäre schön, wenn das die Intention des DCLH wäre und wenn das Streben in Richtung Verbesserung der Gesundheit der Rasse ginge und es den erwähnten Einsatz dort gäbe.
Doch wie läßt sich das damit in Einklang bringen, daß nach wie vor wichtige Details in Punkto Gesundheit totgeschwiegen, ignoriert oder einfach als nicht vorhanden abgetan werden?
Warum wurden bisher alle Versuche und Anträge, mehr Auflagen für Untersuchungen für die, zur Zucht verwendeten Hunde, zu erreichen, abgeschmettert?


Beim Lesen des Protokolls der Versammlung ist mir aufgefallen, daß von
18 Ländern gerade mal 5 es für wichtig erachten, etwas für die Gesundheit der Leonberger zu tun und ihre konkreten Bemühungen dort bekannt gegeben haben
 - Deutschland, als Ursprungsland der Leonberger-Rasse, war nicht dabei.


"In Schweden werden Herzfehler untersucht. Es wird betont, dass man unbedingt eine Autopsie machen sollte, wenn ein Hund plötzlich an Herzversagen stirbt, weil es verschiedene Herzkrankheiten gibt. Nur anhand einer Autopsie kann man feststellen, welcher Herzfehler die Todesursache war.
Oft ist es DCM. Die Form des DCM ist beim Leonberger exakt die gleiche wie beim Neufundländer.
Man versucht, eine genetische Markierung zu finden; dazu wäre es gut, wenn Länder, in denen Herzfehler erforscht werden, zusammenarbeiten, damit Blutproben von mehr Fällen verfügbar werden."


"In der Schweiz wird jetzt von jedem Welpen eine Blutprobe in einer Blutbank aufbewahrt, wenn man dann später Blut für Forschungen über eine Krankheit braucht, ist das Blut einfach vorhanden."


"In Frankreich laufen Forschungen nach der Erblichkeit des Osteosarkoms."



"Der englische Club hat neue Ordnungen, in denen die Gesundheit jetzt eine wichtige Rolle spielt.
Auf vielen Veranstaltungen werden Blutproben genommen. Die Proben werden bis jetzt zweigeteilt und für die Untersuchungen auf Polyneuropathie und Analfurunkulose verwendet. In Zukunft können sie viergeteilt werden, damit auch eine Untersuchung auf Osteosarkom .und DCM gemacht werden kann.
Es wird ein Gesundheitsseminar über Analfurunkulose organisiert.
Der Club hat eine neue Homepage mit einer offenen Gesundheitsdatei."


"Der italienische Club unterstützt finanziell die schweizerische Polyneuropathie-Forschung."



Ich finde es erschreckend, daß nicht mehr Länder in dieser Richtung unterwegs sind.
Die Maßnahmen sind absolut sinnvoll und notwendig und sie zeigen, daß - anders als vom DCLH so gerne propagiert - diese gesundheitlichen Probleme in der Leonbergerrasse in vererbungsrelevanter Form eine Tatsache sind.
Die sich häufenden Fälle von Knochenkrebs und Polyneuropathie weisen darauf hin, daß dringend Handlungsbedarf besteht, ebenso wie die immer öfter vorkommenden Fälle von plötzlichem Herzversagen bei sehr jungen Leonbergern (oft unter 1 Jahr).

Mit Freude habe ich gelesen, daß der englische Club eine neue Homepage mit einer offenen Gesundheitsdatei hat.
Das bestätigt mich in unserem Vorhaben, zu versuchen mehr und mehr
Gesundheits-/Krankheitsdaten/Todesursachen zu sammeln und zu veröffentlichen.
Zu diesem Zweck soll der Thread "Leonberger-Schicksale" hier im Forum dienen.
Ich werde dort noch etwas Genaueres dazu schreiben.


   8.    Polyneuropatie
"Die Forschung kommt langsamer voran als erhofft, da die Krankheit wahrscheinlich polygenetisch vererbt wird.
Es ist klar, dass sie in allen Ländern vorkommt. Die Clubs müssen die Züchter auffordern, die Zuchtrichtlinien in diesem Bereich (keine Zucht mit erkrankten Hunden und keine nahe Inzucht) genau einzuhalten."


Auch das zeigt, daß in allen Ländern dringend Handlungsbedarf besteht.

Warum? - Seht Euch den, hier im Forum eingesetzten "Film zur Polyneuropathie" unter "Krankheiten beim Leonberger" an und schaut Euch an, was die betroffenen Hunde erleiden.
Dann wißt ihr es.


Elfi mit Pauline und Molly

"Haben Tiere eine Seele und Gefühle?" kann nur fragen,
wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.

(Dr. Eugen Drewermann)




Geändert von *Wildgans* am 14.Nov.2009 19:04
 
     
Balou2008



Adeliger
416 Beiträge

RE: Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26. September 2009, 15 Nov. 2009 13:25


Hallo,

 

nun. Das Protokoll der „Generalversammlung“, dazu die Aussagen von Herrn Güllix. gereichten mir für mein kurzes Statement.

Clubmitglied war ich von 1985 bis Ende 2000. Ich war auf einigen JHV, hab auch brav Anträge gestellt, sie auch – wenngleich die Mannschaft im  Saal stöhnte - vorgetragen.

Stöhnte weil es Dinge betraf, die sich mit der Gesundheit befassten, dazu die Aufforderung diesbezüglich den Hintern zu bewegen.

Logisch = das kostet Geld = logisch = das geht aber nicht.

Selbstredend wurden, wie eigentlich bis aktuell, Anträge zur Verbesserung der Gesundheit des Leonbergers, abgelehnt.

 

Nein, ich habe nicht geweint. J

 

Und jeder der länger das Geschehen bei den „Leonbergerclubstrategen“ beobachtet wird gleichsam mir mit dem Kopf geschüttelt haben.

 

 

Aktuell scheinen sich ein paar „Länder“ Gedanken zu machen, sich auch Gehör zu verschaffen. Das ist auch gut so.

Das von Deutschland nichts kommt = in die Gegenwart und Vergangenheit schauen. Die Leut möchten ein bisserl „glänzen“ , doch na ja.

Zudem. Ich hab den Eindruck, es gibt kaum Nachwuchs. Veraltet und verkrustet kommt mir der mittlerweile kleine Club daher.

Wenn ich mir – ich muss mir halt auch mal wieder einen Überblick verschaffen- die Seiten der grau gewordenen Herrschaften ansehe.

Hey. Das würde die Blechbüchsenarmee hoch erfreuen. Nicht der Leonberger als Lebewesen ist da gefragt. Nein, der Run auf das blitzende Blech.

Da wünsche ich doch manchmal manchem die „ Analfurunkulose“. bzw. perianalen Fisteln.

Vielleicht wird dann das Blech unwichtiger, die Augen, Ohren geschärfter für den Leonberger Hund, nicht für die eigene Eitelkeit.

Sicher. Das ist böse. Nur hab ich leider zu oft erleben müssen, was es heißt mit ansehen zu müssen, wenn das vierbeinige Familienmitglied leidet.

Ich hab halt diese blödsinnige Art und Weise diese Tierchen als Lebewesen ernst zu nehmen.

 

Ich habe vor kurzem testweise Anfragen gestellt an zwei Züchter und einen Zuchtwart bezüglich gesundheitlicher Probleme namentlich von mir aufgelisteter Leonberger.

1 Züchter schrieb das ihm nichts bekannt sei = Angabe war OK

1 Züchter meldete sich nicht, war wahrscheinlich wieder auf Pokaljagd. Züchtet aber auch erst seit locker einem Vierteljahrhundert.

Ein Zuchtwart aus einem Teil- mir wolle ja nicht das er geärgert wird – des Westens der Republik ging sofort auf Tauchstation.

Alle drei sind mir persönlich bekannt. Das Verhalten sich an nichts erinnern zu wollen, Kopf in den Sand stecken, ist nicht sonderlich neu.

 

Auch nicht neu ist die dann folgende Maßnahme keinen Leonberger aus solch einem ungesunden Umfeld zu kaufen. Wenn die Talerchen weniger werden kommt Bewegung hinein.

Was letztendlich alles auf den richtigen Nenner bringt. Nicht der Leonberger, sondern der zu erwirtschaftende Profit daraus ist wichtig.

 

Auszunehmen bei Allem die Züchter die sich wirklich mühen. Nur was sollen sie tun bei der Gier nach Profit rundherum?

Den Verein anmahnen z.B.:

Die Ordnungen korrekt auszulegen. Profitorientierte „Züchter in die Freiheit“ entlassen.

Gesundheitliche Aspekte in den Vordergrund schieben. So wie es die Zuchtordnung verlangt.

 

Den Vorstand in die Pflicht nehmen Satzungen und Ordnungen ordnungsgemäß umzusetzen. Die Dinger gibt es in deutscher Sprache.

Es ist alles schon schriftlich fixiert. Um wem es nicht passt soll halt gehen.

Ich für meinen Teil werde irgendwann wieder einen, wenn nicht zwei Leonberger hier herumsausen sehen wollen.

Und da ich seit Jahren, im Rahmen der Zucht, dem derzeitigen Treiben keinen Euro gönne, wird es wohl wieder irgendein „Wegwerfleo“ sein.

 

VG

Uwe

Glücklich ist, wer das, was er liebt, auch wagt mit Mut zu beschützen

Ovid

 
 
     
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