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Leonberger Schicksale
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- Krankheiten beim Leonberger



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Name Nachricht
-Leobaer-



Moderator
1133 Beiträge
 

Leonberger Schicksale, 05 Nov. 2009 18:36


Hallo Leonbergerfreunde

Wir selbst hatten bisher das Glück, nur einen Hund vorzeitig als Familienmitglied zu verlieren.
Leider sieht es allgemein  - besonders bei den Leonbergerhunden viel trauriger aus.
Wir haben dazu eine kleine Internetseite online gestellt, auf der ein paar der unzähligen Schicksale innerhalb dieser wunderbaren Rasse zu lesen sind und eine sehr beeindruckende
Chronik von Uwe Hermann über die Hunde, die ihn in den 30 Jahren seiner Hundehaltung begleitet haben, als Video zu sehen ist.
Schaut selbst.
Für die Videos solltet ihr Euch ein wenig Zeit nehmen.

www.pro-leonberger.com/leonberger-schicksale.htm

VG Hans und die Leoranch


"Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich."

(Fürst Bismarck)





Geändert von -Leobaer- am 28.Feb.2011 20:46

 HomePage   http://www.leonberger-leoranch.de
 
 
     
*Wildgans*


Moderator

RE: Leonberger Schicksale, 08 Nov. 2009 15:09



Hallo,

die Geschichten von Uwes Hunden verfolge ich seit Jahren mit Interesse auf seiner HP,
wo sie mit ihrem ganzen Wesen so plastisch beschrieben sind,
daß man ein bißchen das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen.

Und doch war es nochmal etwas ganz Anderes, sie im Video in Bewegung zu sehen,
ihre sich verändernde Mimik und Blicke
- tief erschütternd das Wissen darum, daß einige von ihnen viel zu früh gehen mußten.
Wenn man sie da so lebendig sieht, verstärkt sich die Betroffenheit darüber,
daß man weiß, daß sie nicht alt werden durften und wie es mit ihnen weitergeht danach.
Es ist nochmal etwas Anderes, ob man es geschrieben liest
oder ihnen mit diesem Wissen ins Gesicht sieht.

Die Videos haben mich tief beeindruckt
- auch durch die kritischen, absolut passenden Texte, die einmal mehr zum Nachdenken anregen.
Dadurch beinhalten die Filme nicht "nur" die Geschichte von Uwes Hunden,
sondern auch die Geschichte der ganzen Leonberger-Rasse.

Ich empfinde es als Geschenk, daß Uwe diese Chronik zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Danke Uwe 


LG


Elfi mit Pauline und Molly

"Haben Tiere eine Seele und Gefühle?" kann nur fragen,
wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.

(Dr. Eugen Drewermann)


 
     
Leofee



Gelehrter
221 Beiträge

RE: Leonberger Schicksale, 10 Nov. 2009 09:54


Hallo liebe Leo-Freunde,

 

viele werden es schon wissen aber ich möchte es trotzdem noch einmal in dieses Forum schreiben:

 

Domino wurden vor fast 7 Wochen 2 Krallenbeine amputiert wegen eines Plattenepithelkarzinoms (Hautkrebs). Es wurde nur durch Zufall entdeckt weil Domi immer mal wieder humpelte (wurde zuerst auf Osteoarthritis behandelt) und sich zum Schluss auch noch die Kralle verletzte. Daraufhin äußerte meine Tierärztin ihre Bedenken, da Domi schon mal was mit der Kralle hatte, dass es evtl. Knochenkrebs sein könnte. Sie hatte schon einmal so einen Fall. Zum Glück hat sich das dann doch nicht bestätigt. Glück deshalb, beim Hautkrebs haben wir eine Chance, dass Domi geheilt ist.

 

Über diese Krankheit wusste ich vorher so gut wie nichts. Es ist keine rassespezifische Krankheit und kommt bei Hunden, Katzen, Pferden und auch beim Menschen vor. Es können nicht nur Gliedmaßen, sondern auch andere Körperteile und –stellen betroffen sein und man kann nicht vorbeugen, weil man nicht weiß, wie das PEK entsteht. Der Verlauf ist auch nicht immer gleich. Manche Hunde bekommen Zubildungen, die man recht gut erkennen kann. Bei Domi waren die Knochen betroffen und man hat keine Veränderungen wahrgenommen bezüglich des Aussehens.

 

Da ich auch im Fernsehen viel verfolge, wurde ich auf einen Fall aufmerksam bei der Sendung „Menschen, Tiere und Doktoren“, die am 6. November ausgestrahlt wurde und in der Tierklinik Berlin-Zehlendorf spielte. In dieser wurde ein Foxterrier operiert. Ihm wurde eine Zehe an der Hinterhand amputiert. Nach Vorliegen des Befundes, ebenfalls ein PEK, musste das arme Tier gleich noch einmal operiert werden, weil beim ersten Mal nicht alles bis ins gesunde Gewebe entfernt wurde.

Das hat mich sehr betroffen gemacht, da man immer denkt, in einer Tierklinik ist man am Besten aufgehoben weil die medizinischen Gerätschaften vorhanden sind und auch kompetente Ärzte, die mit diesen Problemfällen öfters konfrontiert werden als in einer Kleintierpraxis.

Hierbei muss ich meiner TÄ Respekt zollen, weil sie so schnell und umsichtig handelte und uns super beraten hat.

 

Natürlich ist der Unterschied nach der OP eines Terriers zu einem Leonberger gewaltig. Der Terrier ist von Anfang an wieder ganz gut gelaufen, während es bei Domi fast 10 Tage dauerte, ehe er den Fuß wieder belastete. Es spielt ebenfalls eine große Rolle, welches Bein betroffen ist.

Wenn einem Leonberger ein Vorderbein fehlt oder er dieses nicht benutzen kann, ist es für Hund und Mensch gleichermaßen eine Katastrophe. Zum Glück war abzusehen, dass Domi irgendwann wieder läuft.

Mittlerweile fühlt er sich wieder pudelwohl und er ist auch gut zu Fuß unterwegs. Natürlich müssen wir am Ball bleiben und in Abständen kontrollieren lassen.

 

Nun habe ich doch wieder mehr geschrieben als vorgesehen. Aber ich wollte unbedingt aufklären, weil es im Grunde jeden Hund treffen kann. Je eher man es erkennt, desto größer ist die Chance einer Heilung.

 

In diesem Sinne hoffe ich für euch alle, dass es euren Hunden immer gut geht und sie vor Krankheiten bewahrt bleiben (was wohl eher meinen Wunschvorstellungen entspricht).

 

 

 

 

Liebe Grüße

Renate und Domino

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Es ist immer der Mensch, der den Hund nicht versteht. Nie umgekehrt.
*Stefan Wittlin*
 
     
*Wildgans*


Moderator

RE: Leonberger Schicksale, 14 Nov. 2009 18:46



Danke, Renate, daß Du Domis Geschichte hier nochmal geschrieben hast.

Wenn wir alle Leonbergerhunde wollen, die gesund sehr alt werden, dann sollten wir gemeinsam daran arbeiten und das, was in unseren Möglichkeiten steht, dazu beitragen, indem wir z.B. Daten und Krankheiten offenlegen und in den Datenbanken sammeln.
Auf diese Weise ist sowohl für Welpeninteressenten als auch für Züchter einzusehen und nachvollziehbar, wie es in den einzelnen Linien aussieht und welche bei der Zucht am sinnvollsten zu kombinieren sind.
Nur so ist es für Welpenkäufer und auch Züchter möglich, eine Auswahl nach Gesundheit und Langlebigkeit zu treffen.
Solange Dinge, die tatsächlich vorhanden sind, unter den Teppich gekehrt werden, wird sowohl den Welpenkäufern als auch den Züchtern, die auf Langlebigkeit und Gesundheit züchten wollen, diese Möglichkeit genommen.


Es geht nicht darum, Züchter an den Pranger zu stellen; es geht einfach nur darum, das, was Fakt ist, auf den Tisch zu bringen und Wahrheit Wahrheit sein zu lassen und die Tatsachen jedem zugänglich zu machen - sachlich und ungeschönt.
Es geht darum, die vorhandenen Krankheiten und Leidensgeschichten der einzelnen Leonbergerhunde öffentlich zu machen und über diesen Weg eine Änderung und Verbesserung zu erreichen - aufmerksam zu machen auf die Mißstände und ein Bewußtwerden und Umdenken zu erreichen.

Solange Ihr die Sachen verschweigt - aus welchen Gründen auch immer - tragt ihr mit dazu bei, daß diese Rasse immer kränker und kurzlebiger wird, weil es auf Grund von mangelnder Offenheit und fehlenden wichtigen Informationen weder für Welpenkäufer noch für Züchter möglich ist, eine entsprechende Auswahl zu treffen und damit in Zukunft mehr Gewicht auf Gesundheit zu setzen und Krankheiten zunehmend auszuschließen.


Und noch eins - vielleicht wirds dann klarer, worum es geht:
Wenn Ihr zum Arzt geht wegen einer Krankheit, dann müßt Ihr diesem auch die Krankheit und deren Symptome offenlegen, wenn Ihr wollt, daß er Euch hilft, gesund zu werden. Sonst hat er keine Chance, Eure mißliche Lage zu verbessern und Ihr werdet im ungünstigsten Fall daran sterben.
Und es geht nicht darum, möglichst viele Informationen unter den Tisch fallen zu lassen, weil der Arzt Euch vielleicht die Schuld geben wird, daß Ihr krank seid - das wäre vollkommener Blödsinn und total kontraproduktiv.
Also kämt Ihr gar nicht erst auf die Idee, etwas zu verschweigen, wenn es um Eure Gesundheit geht.

Warum wird das bei den Hunden aber ganz selbstverständlich getan?
Kriegt Ihr diese verdrehte Denkweise mit, die anscheinend herrscht?
Wie soll sich denn da etwas ändern?
Und daß sich dringend etwas ändern muß, steht außer Frage - das wissen die, die betroffen sind durch den frühen Tod oder die erblich bedingten Krankheiten ihres Leonbergers am besten.
Und daß zu diesen Krankheiten mittlerweile nicht nur HD gehört, sondern in erster Reihe auch Herzprobleme, PN und Knochenkrebs, dürfte auch inzwischen ausreichend bekannt sein.

Es geht hier nicht um eine Schuldfrage, es geht um eine Verbesserung der Gesundheit und Lebenserwartung der Leonbergerrasse und es geht darum, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann.

Etwas wollen - nämlich Leonbergerhunde, die gesund sehr alt werden
und auch bereit sein, etwas dafür zu tun und aktiv dazu beizutragen, indem man die Möglichkeiten durch Stillschweigen nicht noch mehr einschränkt, scheint immer noch zweierlei zu sein.

Es wäre schön, wenn sich das ändern würde.


Guckt mal Eurem Leonberger in die Augen, wenn Ihr das Glück habt, daß er noch bei Euch ist oder denkt mal an die mehr oder weniger lange Zeit mit Euren bereits verstorbenen Leos und überlegt, ob Ihr ihnen das nicht schuldig seid.
Ihr habt eine ganze Menge dafür bekommen von diesen tollen Hunden oder bekommt es noch.
Denkt an die, die (wieder) einen Leonberger in ihre Familie holen wollen - vielleicht sogar Ihr selber - und denkt an die Züchter, die mit ihren Hunden weitere Leos züchten.
Sie alle sind auf lückenlose Informationen und Offenlegen der tatsächlichen Gegebenheiten angewiesen, um die richtige Wahl treffen zu können.
Wollt Ihr, daß das, was Ihr selbst eventuell an Schicksalsschlägen erlebt habt mit Euren Leonbergern, sich immer und immer wieder wiederholt - daß es Anderen auch passiert oder Euch selber noch einmal?

Sind das alles nicht Argumente, die dafür sprechen, mitzuhelfen, etwas für bessere Bedingungen und Möglichkeiten für eine gesunde Zucht von langlebigen Leonbergern zu tun?

Deshalb bitte ich alle, die etwas dazu beizutragen haben, dies hier zu tun.

Wie Ihr unter "Rund um die Leonbergerzucht" im "Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26. September 2009" nachlesen könnt, gibt es wenigstens ein paar Länder, die beginnen, etwas in Richtung Gesundheit der Leonberger-Rasse zu tun.
Es ist höchste Zeit und leider sind es noch viel zu wenige.

Vom deutschen Leonbergerverein ist leider nicht viel in dieser Hinsicht zu lesen.
Um so wichtiger ist es, nicht abzuwarten, bis dies geschieht, sondern selbst die Initiative zu ergreifen.
Der Club kann ja nachziehen, wenn er mag.

Beim englischen Leonberger-Club ist man einen Schritt weiter.
Dort gibt es eine neue Homepage mit einer offenen Gesundheitsdatei.

Also bitte, gebt Euch einen Schubs und wartet nicht, bis der Verein in die Gänge kommt, sondern tut selber was und helft mit, die Gesundheitsdaten hier zu sammeln - Euren Hunden und der Leonbergerrasse zuliebe, denn nur darum geht es.


LG



Elfi mit Pauline und Molly

"Haben Tiere eine Seele und Gefühle?" kann nur fragen,
wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.

(Dr. Eugen Drewermann)




Geändert von *Wildgans* am 14.Nov.2009 19:11
 
     
Silvi



Gelehrter
181 Beiträge

RE: Leonberger Schicksale, 15 Nov. 2009 00:27


Hallo Ihr Lieben,

"lückenlose Offenheit" schreibst Du Elfi ist wichtig, so denke ich auch, nur - ich bin mit der Zeit sehr geworden mit den Aussagen einiger Leo-Züchter! Wer weiss schon genau die z. B. genaue Todesursache? Vieles wird beschönigt - und keiner kann das Gegenteil beweisen!

Ich als normaler Leohalter, und andere ganz normale Leo-Halter halten bestimmt nicht hinterm Berg mit ihrer Meinung und mit Krankheiten die ihre Leo´s betreffen, aber wie gehen Züchter damit um??? Da ist oftmals eine Erkrankung, vor allem eine Erbkrankheit mit einem Autounfall erklärt!

Keiner weiss ob die Todesursache die angegeben wird auch stimmt!!!

Cody´s Schwester Cim ist gestorben - mit gerade mal sechseinhalb Jahren!!! Das gibt mir schon zu denken - zum einen weil mir das Schicksal meines eigenen Hundes nicht egal ist - zum anderen, was zum Geier ist das für Alter - sechseinhalb is für andere Hunde gar nix!!!

Cim is an einer Blutvergiftung gestorben - laut Züchter. Aber Cim bekam AB .... hmmmm ... und war ständig in ärztlicher Obhut! Vielleicht bin ich auch zu misstrauisch geworden!

Was ich eigentlich sagen will, ich setze "lückenlose Offenheit" gleich mit Ehrlichkeit - und die vermisse ich vor allem in der Leo-Zucht!

Liebe Grüsse

Silvi


 
     
-Leobaer-



Moderator
1133 Beiträge

RE: Leonberger Schicksale, 15 Nov. 2009 08:12


Hallo Silvi

Züchter - hmmm. Wer züchtet heute noch?

Ist doch wie vieles in unserer maroden Gesellschaft.
Es gibt Forscher, welche etwas entwickeln, dann verbessern - versuchen bekannte Probleme zu beseitigen. Dann gibt es die Industrie und den  Handel, welche ihre Produkte so gewinnbringend wie möglich an den Mann bringen wollem. Sie werden immer ihre Ware als perfekt und magellos anbieten, auch wenn sie noch so schrottig ist.
Dann ist da noch der Kunde/Verbraucher, welcher dem Handel seine "Versprechen" glaubt und das immer und immer wieder.
So einfach ist das und in der Zucht nicht anders!

Da ist oftmals eine Erkrankung, vor allem eine Erbkrankheit mit einem Autounfall erklärt!
Magendreher werden da auch gerne genommen

LG Hans und die Leoranch



"Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich."

(Fürst Bismarck)



 HomePage   Leoranch
 
     
Schnuffelbeer


Siedler

RE: Leonberger Schicksale, 15 Nov. 2009 11:13


Huhu,

"lückenlose Offenheit " na das wäre ja mal ein Traum ! Ich surfe oft und viel auf Leonberger Züchter Seiten rum und am meisten interessiert mich ja in Memory /Erinnerung... aber ganz oft steht da nicht der (genaue) Grund der Todesursache und ich denke jeder Leo ,der hmmm, wie sagt ich mal - ab 4 Jahre oder viel früher :( verstirbt, muss doch eine gewisse Krankenakte haben, den von jetzt auf gleich stirbt ein Leo nicht. Auch Deckrüden Besitzer, verschweigen die Krankheit an was ihr Leo verstorben ist.... Ey, und sowas bringt  mich echt auf die Palme, das gerade so ein - für mich sehr wichtiges- Thema unter den Teppich gekehrt wird.

LG

Steff








Wenn der Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher.

- Hubert Ries -

 
     
*Wildgans*


Moderator

RE: Leonberger Schicksale, 15 Nov. 2009 11:21



Hallo Silvi, Hans und Steff,

ich weiß, daß es so ist.
Gerade deshalb ist es ja so wichtig, daß die Hundebesitzer selber offen und ehrlich die Krankheiten und Schicksale ihrer Hunde veröffentlichen.
Wenn nicht sie, wer denn dann?
Zu den Umgehensweisen einiger Züchter, die Du schilderst, Silvi, kommt auch noch das Problem hinzu,
daß oft der Kontakt des Züchters zu Welpenkäufern abreißt, weil er von diesen nicht gewünscht wird.
In diesen Fällen ist der Züchter gar nicht in der Lage, etwas über die Krankheiten der, von ihm gezüchteten Hunde zu sagen.
Ebenso passiert es, daß dem Züchter der Verlauf nicht lückenlos mitgeteilt wird.
Es gibt einige Gründe, warum Züchter die Geschehnisse nicht offenlegen können oder sogar wollen, wie Du es schilderst, Silvi.
Es gibt Vorsatz und es gibt andere Umstände, die dazu führen.
Das Ergebnis für die Leos und für die Zugänglichkeit der Daten für die Öffentlichkeit ist dasselbe.

Deshalb richtet sich mein Aufruf zur ehrlichen Offenlegung der Daten und Geschehnisse
in allererster Linie an die ganz normalen Leonbergerbesitzer, denn sie haben damit die Möglichkeit,
Einfluß zu nehmen auf die Gesundheit der Leonbergerrasse - auf die Hunde, die sie lieben.

Selbstverständlich wäre es auch toll, wenn verantwortungsbewußte Züchter mithelfen würden.
Aber wie Du schon geschrieben hast, Silvi, tut man sich da schwer, weil man nicht sieht,
daß es um die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Hunde und die Verminderung des Leidens geht
und nicht darum, die Züchter anzugreifen.

Da sowohl Züchter als auch "normale" Leonbergerbesitzer einhellig behaupten, ihre Hunde zu lieben,
sollten eigentlich alle an einem Strang ziehen - zum Wohle dieser Hunde.
Denn wer will, daß das Wesen, das er liebt, leidet?
Da müßte eigentlich jeder sich freuen, wenn er die Möglichkeit hat,
mitzuhelfen, dies zu verhindern oder wenigstens zu vermindern.

Ich persönlich sehe da kein Problem und ich werde lückenlos offenlegen, da könnt ihr sicher sein,
denn ich sehe eine solche Offenlegung ausschließlich als positiv und wichtig für die Leonberger
und überhaupt nicht gegen den Züchter gerichtet und mein Züchter weiß das.


VG

Elfi mit Pauline und Molly

"Haben Tiere eine Seele und Gefühle?" kann nur fragen,
wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.

(Dr. Eugen Drewermann)




Geändert von *Wildgans* am 15.Nov.2009 11:25
 
     
Schnuffelbeer


Siedler

RE: Leonberger Schicksale, 15 Nov. 2009 11:37


Na, ob das die Züchter toll finden, wenn ein Leo Besitzer ganz offen über die Krankheit seines Leos spricht??! Gibt doch viele Züchter, die da ein bissi(viel) allergisch drauf reagieren und dem Leo Besitzern dann einen Maulkorb verpassen. Also ich persönlich würde da auch kein Blatt vorm Mund nehmen , auch wenn man sich dann beim Züchter unbeliebt macht. Aber ich will ja den Züchter nicht heiraten, gell ! Zu meiner Züchterin muss ich sagen, dass sie -welch ein Glück- mit dem Thema Krankheit (Todesursache) sehr offen umgeht.








Wenn der Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher.

- Hubert Ries -

 
     
Leofee



Gelehrter
221 Beiträge

RE: Leonberger Schicksale, 15 Nov. 2009 12:23


Natürlich werden das die meisten Züchter nicht toll finden, wenn die genaue Todesursache publik gemacht wird. Wir haben doch auch schon erlebt, dass im Forum ein Beitrag über Krankheiten seines Leos berichtet und im Nachhinein wieder gelöscht wurde. Wie lang der Arm eines Züchters ist, entscheiden wir selbst.

Trotzdem möchte ich nicht außen vor lassen, dass es auch noch unbedarfte Hundehalter gibt, die sich ihren Welpen nach Niedlichkeit und Schönheit der Elterntiere aussuchen. Die sich auch im Laufe eines Hundelebens um nichts scheren, zwar sehr traurig sind, wenn ihr Hund schon in jungen Jahren stirbt, aber alles glauben, was man ihnen erzählt. So lange es noch genügend solcher HH gibt, brauchen sich die Züchter auch keine Gedanken machen, denn der Absatz ist da und der Rubel rollt.

Ich möchte hier nicht alle Züchter in einen Topf werfen, denn es gibt sie, die verantwortungsvoll züchten und auch nach Abgabe der Welpen in ständigem Kontakt mit den Käufern sind und auch kein Geheimnis aus einer Todesursache machen.

Liebe Grüße

Renate und Domino

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Ich weiss nicht ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

*Georg Christoph Lichtenberg*

 
 
     
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